Die Zusatz-Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Erkennung und Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen selbstständigen Krankheitswert erlangt hat. Ziel der Zusatz-Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in „Spezielle Schmerztherapie“ nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.
Neben dem 80-stündigen Kurs ist eine mindestens einjährige Weiterbildungszeit bei einem ermächtigten Arzt abzuleisten. Der Kurs „spezielle Schmerztherapie“ ist auch Voraussetzung für die kassenärztliche Abrechnung von Akupunkturleistungen. Wissenschaftlicher Leiter der Kurse zur Schmerztherapie ist Dr. med Ziad Attar.
• der Erhebung einer standardisierten Schmerzanamnese einschließlich
der Auswertung von Fremdbefunden
• der Schmerzanalyse sowie der differentialdiagnostischen
Abklärung der Schmerzkrankheit unter Berücksichtigung
psychologischer, arbeits- und sozialmedizinischer Gesichtspunkte
• psychosomatische Diagnostik bei chronischen Schmerzpatienten
• der eingehenden Beratung des Patienten und der gemeinsamen
Festlegung der Therapieziele
• den invasiven und nichtinvasiven Methoden der Akutschmerztherapie
• dem Einsatz schmerztherapeutischer Verfahren
• Schmerzbewältigungstraining einschließlich Entspannungsverfahren
• der Aufstellung eines inhaltlich und zeitlich gestuften
Therapieplanes einschließlich der zur Umsetzung des Therapieplanes
erforderlichen interdisziplinären Koordination der Ärzte
und sonstigen am Therapieplan zu beteiligenden Personen und Einrichtungen
• der standardisierten Dokumentation des schmerztherapeutischen
Behandlungsverlaufes
• medikamentösen Kurzzeit-, Langzeit-, und Dauertherapien
sowie in der terminalen Behandlungsphase
Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:
• Spezifische Pharmakotherapie
• Multimodale Therapie in interdisziplinärer Zusammenarbeit
• Diagnostische und therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesien
• Stimulationstechniken, z. B. transkutane elektrische Nervenstimulation
• Spezifische Verfahren der manuellen Diagnostik und physikalischen
Therapie